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Idstein – die Wiege der akademischen Osteopathie

Die Hochschule Fresenius in Idstein steht für die Akademisierung und Professionalisierung der Osteopathie in Deutschland. Zum Wintersemester 2011 wurde – auf Initiative von Prof. Marina Fuhrmann, Vorstand des Verbands der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V. – der erste grundständige, akkreditierte Bachelorstudiengang Osteopathie in Deutschland ins Leben gerufen. Der Studiengang setzte von Beginn an Maßstäbe durch seine wissenschaftliche Fundierung sowie die Akkreditierung gemäß den Bologna-Kriterien. Das achtsemestrige Vollzeitstudium führt zu einem akademischen Bachelorabschluss und trägt damit zur institutionellen Verankerung der Osteopathie auf Hochschulniveau bei. 

Das Bachelorstudium in Idstein verbindet medizinische und biologische Grundlagen mit fundierter osteopathischer Diagnostik und Therapie. Studierende lernen, ganzheitlich zu denken, präzise zu palpieren und individuell zu behandeln – zugleich aber auch, ihr therapeutisches Handeln wissenschaftlich zu reflektieren und evidenzbasiert zu begründen.

Mit der Etablierung des Studiengangs ging eine Kooperation mit der A.T. Still University in Kirksville einher. Diese Zusammenarbeit ermöglicht die Integration der Palpationsforschung am Standort Idstein und trägt zur wissenschaftlichen Fundierung der osteopathischen Ausbildung bei. Mit dem bisher nur in Idstein etablierten Palpationsprojekt wird das Palpationstraining während des Studiums dokumentiert und ermöglicht den Studierenden eine direkte Überprüfbarkeit ihrer Testergebnisse.

Die Hochschule Fresenius verfolgt dabei einen forschungsorientierten Ansatz, bei dem insbesondere Grundlagenforschung eine zentrale Rolle einnimmt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fließen unmittelbar in die Weiterentwicklung der Lehre ein und tragen zur Sicherung und Verbesserung der Qualität des Osteopathie-Studiums bei.

Die erfolgreiche Entwicklung des Studiengangs wurde in den darauffolgenden Jahren konsequent fortgeführt und durch eine Erweiterung des Studienangebots ergänzt. So wurde ein berufsbegleitender Masterstudiengang etabliert, der Osteopathinnen und Osteopathen die Möglichkeit bietet, ihre klinischen Kompetenzen weiter zu vertiefen, wissenschaftliche Arbeitsweisen zu erweitern und eigenständige Forschungsprojekte durchzuführen.